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02.12.2008Deutsche ICSI-Follow-up-Studie II Reife Einlinge entwickeln sich normal
Reif geborene ICSI-Einlinge unterscheiden sich im Alter von rund fünf Jahren nicht von spontan konzipierten Kindern hinsichtlich ihrer körperlichen, neurologischen und motorischen Fähigkeiten, ihrer Intelligenz, ihrer emotionalen Entwicklung, der Inzidenz von Kinderkrankheiten, akuten und chronischen Erkrankungen. Operative Eingriffe waren insgesamt nicht häufiger ICSIJungen wurden jedoch aufgrund einer erhöhten Inzidenz von Maldeszensus testis (5,3 versus 0,7%) häufiger im Urogenitalbereich operiert (19,2 versus 8,9%).
Das ist das Ergebnis der prospektiven deutschen ICSIFollow- up-Studie II, bei der 276 ICSI-Kinder der ursprünglichen Kohorte und 273 soziodemographisch gematchten Kontrollen von vier Pädiatern und einer Psychologin verblindet untersucht wurden. Erfasst wurden nur reif geborene Einlinge. Die Meilensteine der Entwicklung sitzen, laufen, sprechen, trocken sein wurden zu vergleichbaren Zeitpunkten erreicht. In einem zweiten Studienarm wurden die Daten von 1.614 Familien mit ICSI-Kindern per Fragebogen erhoben. Es antworteten 899 Familien mit 1.143 ICSIKindern. Im Alter von 5,5 Jahren waren nur 2,4% der Kinder über die Kinderwunschtherapie aufgeklärt. 18% der Eltern lehnten eine Aufklärung ab. Mehr als drei Viertel der Eltern planten eine erneute Schwangerschaft. Bei rund 45% (139 von 695) klappte dies auch, mehr als ein Drittel hatte noch Zuwachs bekommen (37,6%, 139 von 695). In jedem fünften Fall (n=139) war die Gravidität spontan eingetreten, in jedem fünften Fall (26,6%) nach erneuter ICSI. Die Indikation für die ICSI und die Spermiendichte hatte keinen prognostischen Einfluss auf das Eintreten einer Spontanschwangerschaft. Quelle: Ludwig AK et al: Frauenarzt 2008;49:306-313
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