Kinderwunschzentrum Chemnitz - Leipzig

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 16.09.2006

3333 Kinder nach künstlicher Befruchtung geboren-Kinderfest war großes Erlebnis

900 Familien feiern im Leipziger Zoo großes Kinderfest

Die kleine Heike Böttger aus Chemnitz konnte noch nicht verstehen, warum sie am vergangenen Sonnabend mit viel Applaus beim Kinderfest der Praxisklinik für Reproduktionsmedizin im Leipziger Zoo begrüßt wurde. Fast 900 Familien waren der Einladung von Dr. Hmeidan und seinem Team gefolgt und feierten das fünf Monate alte Mädchen als 3333. Kind nach künstlicher Befruchtung in seiner Einrichtung. Den Dank der Eltern an sein gesamtes Praxisteam können die Anwesenden gut verstehen. Jede der Familien kann auf ihre eigene Geschichte zurückblicken - von dem Wunsch nach einem eigenen Kind - über die Voruntersuchungen – bis zu den Höhen und Tiefen ihrer Kinderwunschbehandlung. Das Lachen der vielen fröhlichen Kinder an diesem Tag beweist, wie erfolgreich die Kinderwunschtherapien heute sind.

3333 Kinder wurden in über zweitausend glückliche Familien aus Sachsen und den umliegenden Bundesländern geboren. Die Hälfte dieser Kinder war gekommen und verlebte mit ihren Familien einen aufregenden Tag im Zoo. Paula, die mit ihrem Kindertheater für Unterhaltung sorgte, meinte nach dem Fest, so viele aufgeschlossene und aktive Kinder habe sie selten als Publikum erlebt.

Jedes tausendste Kind nach künstlicher Befruchtung, dass weltweit geboren wurde, stammt aus unserer Praxis“, sagte Dr. Hmeidan in seiner kleinen Ansprache stolz. “Dieser Erfolg war nur möglich durch ein Team, in dem sich jeder auf jeden verlassen kann und in dem jeder sein Handwerk versteht!“
Kinder und Zoo gehören zusammen und deshalb freuen wir uns sehr, dass sie den Zoo für diese Veranstaltung gewählt haben“, begrüßte Frau Mücke als Vertreterin des Zoos die vielen kleinen und große Gäste. Zum Höhepunkt des Tages überreichte Dr. Hmeidan anschließend einen Spendenscheck an Herrn Stauche, den Vorsitzenden des Freundes- und Förderkreises des Zoos für die Patenschaft über die Gorilla-Mutter „Bebe“. Der Zoo bietet „unseren Kindern“ erlebnisreiche Stunden, dafür möchten wir uns auch mit dieser Patenschaft bedanken, betonte er. Herr Stauche berichtete, wie er im Bekanntenkreis den langen Weg und das Leiden einer Familie mit unerfülltem Kinderwunsch erlebt hat. Umso erstaunter zeigte er sich von der großen Kinderschar, die mit ärztlicher Hilfe gezeugt und als Wunschkinder in ihre Familien hineingeboren wurden. So überrascht wie er sind auch viele Zoobesucher, die nicht unmittelbar vondieser Thematik betroffen sind und sich an diesem Tag über die vielen Zwillingskinderwagen wundern.

Nur gut“ strahlte die Mutter des 5jährigen Max , „dass wir schon vor der Gesundheitsreform mit unserer Behandlung erfolgreich waren. Bei uns hat die Krankenkasse die Behandlungskosten noch voll übernommen. Ich weiß nicht, ob es unseren Sohn heute sonst gäbe.“
Frau Dr. Jogschies bestätigte den Rückgang der Kinderwunschbehandlungen seit dieser Zeit: Neben den physischen und psychischen Belastungen,die eine solche Behandlung für die Betroffenen mit sich bringt, kommen nun die finanziellen hinzu. Die Kosten der Voruntersuchungen übernehmen zwar die Krankenkassen, die Behandlungskosten müssen die Paare aber zur Hälfte selbst tragen. Oft sind mehrere Behandlungszyklen nötig. Die Sorgen um die Finanzierung können sich dann als zusätzlicher Stressfaktor auch negativ auf den Behandlungserfolg auswirken.“ In Sachsen sind die Geburtenzahlen auf einem Tiefststand der Nachkriegszeit angekommen, die Landesregierung wirbt für mehr Nachwuchs. Ein Zuschuss für die Behandlungskosten der Paare, die sich so sehnlich ein Kind wünschen, würde beweisen, dass es die Regierung unseres Freistaats ernst meint mit ihrer familienfördernden Politik. Die meisten der Anwesenden unterschrieben deshalb einen Brief an Ministerpräsident Milbradt, mit der Bitte um finanzielle Unterstützung des Freistaates für die Betroffenen.

Als sich nach über sechs Stunden das Praxisteam aus dem Zoo verabschiedete, wurde noch viel diskutiert über das Wiedersehen mit vielen ihrer ehemaligen Patienten. Alle waren stolz, ein bisschen zum Glück vieler Familien beigetragen zu haben. Nun sind sie gespannt auf die Tierbilder, mit denen sich „ihre Kinder“ am ausgelobten Fotowettbewerb beteiligen werden.

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