Kostenübernahme für die Kryokonservierung von Keimzellen im Rahmen des Fertilitätserhaltes

Krebspatienten und Patienten mit anderen keimzellschädigenden Therapien verlieren mitunter ihre Fruchtbarkeit. Damit sie später trotzdem einmal Kinder bekommen können, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen ab 1. Juli 2021 Maßnahmen zum Einfrieren und Lagern von Eizellen oder Spermien.

Unter bestimmten Voraussetzungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Kryokonservierung von Ei- und Samenzellen übernommen. Versicherten soll somit die Erfüllung ihres Kinderwunsches nach keimzellschädigender Therapie durch künstliche Befruchtung ermöglicht werden.
Bei einer Kryokonservierung werden Zellen oder Gewebe durch Einfrieren in flüssigem Stickstoff aufbewahrt, wobei deren Vitalität über sehr lange Zeit unverändert erhalten bleibt.
Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses der Krankenkassen regelt die Details des Leistungsanspruchs sowie die Anforderungen an Ärztinnen und Ärzte und reproduktionsmedizinische Einrichtungen. Sie ist am 20. Februar 2021 in Kraft getreten. Der Bewertunsausschuss entschied mit Wirkung zum 1. Juli 2021 über die Vergütungsregelungen und Abrechnungsziffern im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM): Die Leistungen können ab diesem Stichtag unter Einhaltung der aufgestellten Regelungen in Anspruch genommen werden.

Das für die Antragstellung erforderliche Formular finden Sie in unserem Downloadbereich.

« zurück zur Übersicht